Carsten Huth

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Folge 3: Produktanalyse - Wissen, das Geld bringt!
In den ersten Folgen haben wir uns mit Preisuntergrenzen und Preisstruktur beschäftigt. Mit diesem Wissen
analysieren wir nun den Betrieb, um das Potenzial richtig auszuschöpfen, das Hotel optimal zu
positionieren und die Erwartungen des Kunden/Gastes zu erfüllen bzw. zu übertreffen.
Folgende Dinge werden zur Erarbeitung der Produktanalyse benötigt:
1) Stärken Schwächen Analyse (SWOT)
2) Festlegung von 2-3 Mitbewerbern (direkt / indirekt)
3) Alleinstellungsmerkmal(e) (USP)
4) Serviceleistungen / Freizeitangebote
5) Spezialgebiete
Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT)
Die Abkürzung „SWOT“ steht für Stärken/Strengths, Schwächen/Weaknesses, Chancen/Opportunities und Risiken/Threats. Eine SWOT-Analyse ist der Ausgangspunkt für die Produktanalyse. Diese Analyse sollte offen und ehrlich im Team erstellt werden.
Festlegung von 2-3 Mitbewerbern
Nach der Erstellung der Analyse für das eigene Haus sollte ebenfalls pro Mitbewerber je eine solche
„SWOT“-Übersicht erstellt werden. Bei der Auswahl der Mitbewerber wird in direkte am gleichen Standort
befindliche und indirekte mit anderer Vorwahl/PLZ unterschieden. Bei den indirekten geht es eher um
vergleichbare Tagungs-/Freizeit-Angebote und die Marktpositionierung in der Region.
Alleinstellungsmerkmal(e) (USP)
Einer der wichtigsten Aspekte überhaupt ist das Alleinstellungsmerkmal des Hotels. Gibt es mehrere, hat
das Haus einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Diese
Alleinstellungsmerkmale werden „unique selling proposition“ – kurz USP genannt.
Beispiele für USP‘s sind:
- Historisches Gebäude / Schloss / Burg
- Sehr große Gästezimmer / Bäder
- Lage direkt an einem Flughafen/Bahnhof/Seehafen
- Direkte Strandlage oder Seelage
- Lage an einem Kongress-/Messezentrum
- Teil einer Indoor Sport-/Freizeithalle oder Aquaparks
- Besonders ruhige Stadtlage
- Parkplätze und oder Garage bei Innenstadthotels
- Zimmer mit Meerblick / ins Grüne / auf Skyline
Hierbei geht es in erster Linie um harte Fakten und Dinge, die Ihr Haus vom Mitbewerber abheben. Haben
Sie Schwierigkeiten, diese auszumachen, fragen Sie einfach Ihre Gäste, warum diese gerne zu Ihnen
kommen.
Serviceleistungen / Freizeitangebote
Nun kommen wir zu den Aktivitäten und Dienstleistungen Ihres Hauses, welche ebenso zur Erarbeitung der
Produktanalyse benötigt werden.
Beim Thema Serviceleistungen legen Sie fest, welche Serviceleistungen dem Gast in Ihrem Haus
angeboten werden (entgeltlich und unentgeltlich). Dies könnten u.a. folgende Punkte sein:
- Roomservice von 07:00-22:00 Uhr
- Kinderbetreuung von Mo-Sa von 10:00-14:00 Uhr
- Internet PC im Business Center
- Gepäcktransport vom/aufs Zimmer
- Wäschereinigung
Beim Thema Freizeitangebote überlegen Sie, welche Aktivitäten innerhalb Ihres Hotels bzw. in der Nähe
gelegen dem Gast zur Verfügung stehen. Beispiele für Freizeitangebote sind
- Nutzung der Wellnessanlage inkl. Sauna und Dampfbad von 07:00-22:00 Uhr
- Beauty Anwendungen und Massagen
- Morgengymnastik von Mo-Sa um 08:00 Uhr
- Kletterpark Hohe Tanne – 3 km entfernt
- Golfplätze (Ausführungen mit Entfernungsangabe)
Spezialgebiete
Unter die Rubrik Spezialisierung fallen die Dinge, die Sie und Ihr Team wirklich gut können und worauf Sie
Ihre ganze Konzentration legen. Mögliche Spezialisierungen sind
- Perfekt geeignet für Familien mit Kindern ab 12 Jahre
- Optimal geeignet für Geschäftsreisende und Städtereisende ohne Kinder
- Ideal geeignet für Tagungen, Seminare und Workshops bis x Personen
- Romantisches Hochzeitshotel für Paare und Feiern bis x Personen.
Ihre USP’s, Serviceleistungen, Freizeitangebote und Ihre Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe
müssen Sie kommunizieren, damit Ihre Gäste wissen, dass Ihr Haus ideal dafür geeignet ist.
Hier zu mogeln bringt nichts, Ihre Gäste werden es in den Online Bewertungsportalen zu kommunizieren
wissen.
Alle wichtigen Informationen über Ihr Haus und die Freizeitaktivitäten sollten auf Ihrer Webseite übersichtlich
dargestellt sein.
Mit den heute erarbeiteten Informationen der Produktanalyse können wir nun die anzusprechenden
Zielgruppen festlegen, die wir in der nächsten Folge thematisieren.



